Samstag, 1. Juli 2017

[Rezension] Die Nacht der Magie - Ilona Andrews




Titel: Die Nacht der Magie
Autor/in: Ilona Andrews
Verlag: LYX
Seitenzahl: 304
ISBN: 
978-3-8025-8214-1
Originaltitel: Magic Bites

Band: 1 von bisher 10 + 4 eShorts






Stadt der Finsternis
01 Die Nacht der Magie
02 Die dunkle Flut
03 Duell der Schatten
04 Magisches Blut
05 Ruf der Toten
06 Geheime Macht
07 Tödliches Bündnis
08 Ein Feind aus alter Zeit
09 Ein neuer Morgen
10 Unheiliger Bund


Die Menschen beeinflussten die Magie, ebenso wie die Magie die Menschen beeinflusste.
(S. 83)

Kate Daniels bestreitet ihren Lebensunterhalt als Söldnerin und beseitigt auf Auftrag die magischen Gefahren Atlantas; Untote, Vampire, Mischlingswesen und andere furchtbare Kreaturen. Als ihr bester Freund und Mentor Greg ermordet wird, ermittelt sie auf eigene Faust, stösst dabei aber auf Ungereimtheiten: Warum lag ein geköpfter Vampir neben ihm und wessen nekromantische Magie ist dafür verantwortlich? Auf der Suche nach dem Mörder muss sie ungewollte Bündnisse eingehen, unter anderem auch mit den Gestaltwandlern und deren Anführer Curran... und plötzlich sind sie einer grossen Gefahr auf der Spur.

Nachdem das Buch eine lange Zeit ungelesen in meinem Regal stand, habe ich endlich danach gegriffen. Keine Ahnung, warum ich so lange gewartet habe, denn das Buch hat mich ziemlich schnell in seinen Bann ziehen können. Das Autorenpaar Ilona Andrews schreibt spannend, witzig, unterhaltsam, mit einer tollen Prise Sarkasmus, zwar manchmal etwas zu detailliert blutig, aber auf jeden Fall ist der Schreibstil einfach gelungen.

Kate Daniels ist eine magiebegabte Söldnerin, die sich mehr schlecht als recht mit kleineren Aufträgen über Wasser hält. Sich an die Gilde oder den Orden zu binden kommt für sie nicht infrage. Warum genau, erfährt der Leser nur stückchenweise. Nun wurde also Kate's Mentor ermordet und sie bekommt ein wenig Unterstützung vom Orden, kann aber praktisch im Alleingang ermitteln. Dass der Mord aussergewöhnlich war, ist schnell klar. Das Buch überzeugt also sowohl aus fantastischer Sicht, als auch aus krimitechnischer. Es macht wahnsinnig Spass, Kate bei ihren Ermittlungen über die Schulter zu schauen und ihre Welt zu entdecken. Diese sucht nämlich ihresgleichen.

Magische Wellen überspülen die Welt von Zeit zu Zeit. Während dieser sind magische Wesen besonders stark, Technik hingegen gibt meist den Geist auf. In den magiearmen Stunden ist es das genaue Gegenteil. Wie genau das funktioniert habe ich noch nicht zu 100 % begriffen, irgendwie ist die Welt recht komplex. Und definitiv anders, als alles, was ich bisher entdeckt habe. Die Menschen sind meist magiebegabt, es gibt aber auch Gestaltwandler und andere Wesen; Vampire, Zombies, Lindwürmer etc. Untote werden von nekromantisch Begabten gesteuert, Gestaltwandler besitzen drei verschiedene Formen (Mensch, Tier, Biest) etc. Und dann gibt es da noch Slayer, Kate's Schwert, das dauernd hungrig ist und immer mal wieder gefüttert werden muss. Diese Welt ist wunderbar und besonders und ich freue mich gerade sehr darüber, dass ich die Folgebände auch noch hier habe und direkt wieder in das magische Atlanta abtauchen kann.

Neben einem sehr geilen Setting bietet das Buch auch tolle Charaktere. Kate ist richtig Kick-Ass, weiss sich zu wehren und hat immer einen tollen (oft sehr zynischen) Spruch auf Lager. Ihre Vergangenheit bleibt noch im Dunkeln, ich bin aber sehr gespannt, was da noch kommt. Ganz besonders haben es mir aber die verschiedenen Gestaltwandler (Werwölfe, -bären, -katzen, -hyänen, die Liste ist unendlich lang!) angetan, es sind alles wunderbare Protagonisten. Und Curran ist doch ziemlich interessant, es lässt sich definitiv erahnen, was da noch kommt. Aber das ist auch ganz okay so!

Ein magisches Buch, das mich fesseln, unterhalten und zum Lachen bringen konnte. Die Welt darin sucht ihresgleichen, die Charaktere sind rundum gelungen und ich freue mich wahnsinnig auf mehr!

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